bastide

Auf der Route der Bastiden im Südwesten Frankeichs

Wir erkunden die schönsten Bastiden in Frankreichs Südwesten, dem Schauplatz der Rivalitäten zwischen Frankreich und England im Hundertjährigen Krieg. Die Bastiden sind neue Städte, deren Stadtplanung aus ihnen herausragende Orte macht.

Dieser Ausflug in die Welt des Mittelalters wird Ihre Neugier über diese Epoche wecken, die das gesamte Königreich Frankreich hat erschauern lassen. Im Laufe des 13. und 14. Jahrhunderts, als die Burgen den Angriffen von außen nicht mehr standhielten, entstanden schließlich die Bastiden. Sie wurden nach einem rechtwinkligen Plan entwickelt und waren gleichzeitig Festung und ein Ort für das öffentliche Leben. Sie drücken auch den Wunsch nach Neuem, nach Innovation aus. Sie schützten einerseits vor den möglichen Gefahren von außen, ermöglichten es aber andererseits auch der Bevölkerung, Messen und Märkte abzuhalten und die Wirtschaft auszubauen.

Im Südwesten gibt es 400 Bastiden. Hier finden Sie eine Auswahl der schönsten Bastiden in der Nouvelle-Aquitaine, die entweder sehr gut erhalten oder als „schönstes Dorf Frankreichs‟ ausgezeichnet wurden. Wir beginnen unsere Rundreise im Tal der Dordogne.

1- Im Tal der Dordogne

Zwischen Sarlat und Agen machen Sie Halt in Villefranche du Périgord, die älteste Bastide im Périgord. Sie besitzt noch eine wunderschöne Markthalle auf Steinsäulen und elegante alte Wohnhäuser. Nehmen Sie sich Zeit für einen Spaziergang durch die mittelalterlichen Gassen, wo ein gewisses Ambiente von Glückseligkeit herrscht.

Villefranche du Périgord

L'instant évasion ! Un petit aperçu de la richesse de notre beau Périgord ! Connaissez-vous la plus ancienne bastide de Dordogne : Villefranche du Périgord ? L'avez-vous déjà visitée ? Merci beaucoup à Crédit Agricole Charente-Périgord de nous faire voyager en images

Publiée par Office de Tourisme Périgord Noir - Vallée Dordogne sur Mardi 19 mai 2020

20 km weiter westlich ist die Bastide Monpazier, die 1284 durch Eduard I., Herzog von Aquitanien und König von England, gegründet wurde, ein Musterbeispiel für die Bastiden. Diese englische Bastide, die als „schönstes Dorf Frankreichs‟ ausgezeichnet wurde, gilt als eine der perfektesten und am besten erhaltenen Bastiden im Südwesten Frankreichs. In der Markthalle, deren Dachstuhl aus dem 16. Jahrhundert stammt, sind noch die Kornmaßeinheiten zu sehen, die an Markttagen verwendet wurden.

2- In den Tälern des Lot und der Garonne

Etwa 22 km südlich von Monpazier liegt Monflanquin, eine Bastide aus 1252 das schönste Ziel dieser Rundreise. Das ist die symbolträchtigste und am besten erhaltene Bastide in der ganzen Umgebung. Monflanquin gehört zu den „schönsten Dörfern Frankreichs‟ . Bummeln Sie durch die engen Gassen und genießen Sie den mittelalterlichen Charme, den diese Bastide versprüht. In Monflanquin befindet sich auch das Museum der Bastiden, das anhand einer modernen und attraktiven Szenografie von dem Phänomen der neuen Städte erzählt, das dem enormen Zuwachs an Bevölkerung und Handel auf dem Land im Mittelalter entspricht.

Ganz in der Nähe können Sie in dem Ort Villeneuve sur Lot Halt machen, der nach einem Schachbrettmuster angelegt wurde. Das ist übrigens die größte Bastide im Tal des Lot. Villeneuve sur Lot ist auch die Hauptstadt der Pflaume aus Ente, aus der der berühmte Pflaumenlikör Pruneaux d'Agen hergestellt wird.

In der Umgebung von Villeneuve können Sie Pujols besuchen, eines der „schönsten Dörfer Frankreichs‟, wo Sie neben den Fachwerkhäusern die Werke der Künstler betrachten können, die hier im Sommer ausstellen.
Mehr Informationen über die Bastiden im Lot-et-Garonne

In den Landes, im Armagnac und im Baskenland

Im Osten der Landes liegt 30 km von Mont-de-Marsan entfernt der Ort La Bastide d'Armagnac, eine Bastide aus 1291 gegründet wurde, die zu den schönsten überhaupt im Südwesten gehört und mitten im Bas-Armagnac liegt. Viele Armagnac-Produzenten öffnen hier den Besuchern ihre Reifekeller für eine Besichtigung und eine Verkostung.

20 km östlich von Bayonne liegt La Bastide Clairence, die 1314 durch Ludwig I., König von Navarra und späterem König von Frankreich gegründet wurde. Diese Bastide in Navarra besitzt schöne Fachwerkhäuser in Weiß mit tiefroten oder grünen Fensterläden und ist auch die Heimat vieler Künstler und Handwerker. Die Stadt organisiert jedes Jahr im Herbst einen Töpfermarkt.

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