Bandas

9 Dinge, an denen in den Landes kein Weg vorbeiführt

Das große Département Les Landes birgt wahre Schätze für einen gelungenen Aufenthalt in Frankreichs Südwesten

1. Eine Bootsfahrt auf dem Courant d‘Huchet

Die Landes haben so viele kilometerlange, riesige Sandstrände mit herrlichen Dünen, dass es schwer fällt, einen herauszuheben. Aber am Strand von Moliets gibt es eine Besonderheit: den Courant d‘Huchet, ein kleiner Meeresarm, der durch die Dünen bis zum Lac de Léon führt. An den unbefestigten Ufern dieses Küstenflusses lässt sich eine noch unberührte Flora und Fauna beobachten, denn er liegt in einem Naturschutzgebiet.

Unser Tipp: Befahren Sie den Courant d‘Huchet an Bord eines der zahlreichen professionellen Ausflugsschiffe.

2. Hoch oben auf dem Leuchttum von Contis den Rundblick genießen

Die Landes sind flach. Bis auf ein paar Hügel in der Chalosse gibt es hier kaum Möglichkeiten, etwas Höhenluft zu schnuppern. Außer, man besteigt den fast 50 Meter hohen Leuchtturm von Contis, den einzigen an der ganzen Côte d‘Argent. Von dort oben hat man einen herrlichen, einmal ganz anderen Blick auf die Seekiefern und die Landes.

Unser Tipp: Erkundigen Sie sich nach den Öffnungszeiten in der Saison zwischen dem 1. April und 30. September.

Visiter les bastides armagnacaises

3. Besichtigung der Bastiden im Armagnac

Es gibt in den Landes mehr als nur die Strände, auch das Binnenland ist einen Besuch wert. Im Herzen der Gascogne, an der Grenze zwischen den Landes und dem Gers, findet man zahlreiche mittelalterliche Bastiden. Eine der bekanntesten führt sie bereits im Namen: Labastide-d’Armagnac. Diese von den Engländern im 12. Jahrhundert gegründete Festungsstadt im Nord-Osten ist eine wahre Fundgrube kleiner Kostbarkeiten.

Unser Tipp: Ein Kuriosum in der Gemeinde ist die Kirche Notre-Dame des cyclistes, ein Wallfahrtsort für Radsportbegeisterte.

4. Die einheimische Küche mit den Einheimischen genießen

Wir könnten Ihnen natürlich eines der vielen ausgezeichneten Restaurants in den Landes empfehlen — allen voran das des 3-Sterne-Kochs Michel Guérand in Eugénie. Aber wir möchten hier einmal die lokale Hausmannskost zur Sprache bringen, die man insbesondere im Sommer auf zahlreichen „Croupionades“ oder „Carcasses“, wie die Bankette auf den hiesigen Dorffesten genannt werden, kosten kann. Und das meist für weniger als 10 Euro!

Unser Tipp: Entenherzen, die allzuoft im Schatten der berühmteren Foie Gras, Geflügelmägen oder Entenbrust stehen.

Estacade Capbreton

5. Fotosession auf der Estacade von Capbreton

Die berühmte Seebrücke in Capbreton ist ein Instagram-Star und absolutes Must für jeden Tourist. Die 189 lange Holzkonstruktion auf einem Hafendamm wurde bereits aus jedem Blickwinkel und bei jedem Wetter abgelichtet. Ob bei Sturm, Sonnenuntergängen oder strahlend blauem Himmel: Genießen Sie das Schauspiel und die Seeluft!

Unser Tipp: Setzen Sie sich auf die Terrasse unterhalb des Casinos und gönnen Sie sich zum Seeblick noch einen Drink und eine Crêpe.

6. Die Bandas spielen hören

Während der (langen!) Saison der Dorf- und Stadtfeste ziehen diese typischen Musikkapellen durch die Straßen und erfüllen sie mit den Melodien, die das ganze Jahr über eingeübt wurden.

Unser Tipp: Wer noch nie das Gänsehautgefühl erlebt hat, wenn am Ende der Feria von Dax das Baskenlied „Agur jaunak“ angestimmt wird, kann die Landes nicht verstehen.

La Vélodyssée Piste cyclable Parcours entre Mimizan et Contis

7. Durch Kiefernwälder radeln

Seit Jahren gibt es zahlreiche Initiativen zur Schaffung langer, zusammenhängender Radwege kreuz und quer durch das Département. Der bekannteste ist die fast durchgängig an der Küste entlang führende Vélodyssée. Die jüngst angelegte Strecke Scandibérique verbindet das Armagnac im Binnenland mit dem südlichen Küstenabschnitt. Darüber hinaus existieren viele, überwiegend verkehrsberuhigte „grüne Routen“.

Unser Tipp: Entlang der Hauptstrecken finden Sie jede Menge Fahrradverleihe.

8.Die „afición“ verstehen lernen

Die meisten Dörfer haben ein Rathaus, eine Kirche und ein Sportstadion, aber in den Landes muss diese Liste häufig noch durch eine Arena ergänzt werden. Der Stierkampf ist hier ein tief verwurzeltes Kulturgut. Während der „Temporada“ genannten Saison werden zahlreiche „Novilladas“ und „Corridas“ veranstaltet, die prestigereichsten in Mont-de-Marsan und Dax. Aber zur hiesigen „Tauromachie“ gehören auch Formen, bei denen kein Stier getötet wird: Die Courses Landaises beeindrucken durch den Mut der „Sauteurs“ und „Ecarteurs“, der Toreros die über die Tiere springen oder ihnen im letzten Moment ausweichen. Ein Spaß für die ganze Familie.

Unser Tipp: Die „courses à la cocarde“, bei denen die „Razeteurs“ genannten Wettkämpfer Trophäen erbeuten müssen, die an den Hörnern von Kühen oder Stieren angebracht wurden. Ein höchst unterhaltsames Schauspiel.

9. Die Schmieden der Landes entdecken

Ein weniger bekanntes Kapitel des Départements Landes ist seine Industriegeschichte. Langezeit gab es hier in vielen Orten Schmieden (forges), an die bisweilen noch heute der Name erinnert: z.B. Pontenx-les-Forges im Born oder Brocas-les-Forges in der Haute Lande. Derartige Industrie-Ansiedlungen mitten auf dem Land waren ein seltenes Phänomen im Frankreich des 19. Jahrhunderts und stellen daher eine Besonderheit in der Geschichte der Arbeiter dar.

Unser Tipp: Ein Besuch des Schmiede-Museums von Brocas ist sehr lohnend.

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